Erich-Nummel Krüss ist von uns gegangen


Helgoland – 120 Jahre deutsch (1): Museum Helgoland – Fischereitradition

Am 10. April 2018 ist der Betreiber dieser Seite, Erich-Nummel Krüss, nach kurzer schwerer Krankheit von uns gegangen. Nicht nur Helgoland trauert. Bis noch vor wenigen Jahren konnte man Erich-Nummel Krüss im Museum Helgoland an der Kasse erleben oder bei einer Führung durch die Exponate der Ausstellung, die zum großen Teil von ihm und dem Förderverein Museum Helgoland bereitgestellt und gewartet wurden. In seinem Werk wird Erich-Nummel, wie ihn auf der Insel alle liebevoll nennen, für immer in unserem Herzen und Denken bei uns sein. Weiterlesen

Erste registrierte Strandung im Jahre 1612

Serie „Strandungen bei der Insel Helgoland“ von MAX ARNOLD1

Eine Schmacke von 1844.
Abb.: Förderverein Musum Helgoland

Die erste etwas ausführlichere Nachricht einer Strandung finden wir im Landesarchiv Schleswig-Holstein. Dort heißt es im Bericht des Landvogtes unter dem Datum vom 20. November 1612.

„In der Nacht ist ein Schiffer mit Nahmen Aßmuß Hector von Bremen hin EinSchnacke Segell fuerend, so von Amsterdam gekommen undt Bremergüder eingehatt, in einem Ehrschrecklichen Storni in des Suith Strant gedrewen weches hernach in derselben Nacht alsbalt vom wasser in Stücken geschlagen, undt sind diese Nachfolgende Güter darauß geborgen worden, so alles die halve Nacht under wasser gelegen. Erstlich 12 Tunnen Bücklinge, so mehrendels vom Saltzenwasser verdorben, 5 Tonnen Tran, 3 Oxhoves Tran, das eine Dritte Partt voll gewesen, 2 Tunnen Pökel bering, l Fatt midt Muschaten so mehrendill vom Wasser verdorben und verschiedenes mehr.“ Weiterlesen

  1. basierend auf einen Vortrag des Verfassers, mit dessen freundlicher Genehmigung

Rechtsprechung auf Helgoland: drastische Urteilssprüche

Serie „Geschichte und Geschichten der Insel Helgoland“ von OTTO-ERWIN HORNSMANN1

Friedrich V., von 1746 bis 1766 König von Dänemark und Norwegen. Abb. gemeinfrei

Auch einige drastische Urteilssprüche des Gerichts sind uns überliefert:

„Im Jahre 1751 erging ein Urteil gegen einen Übeltäter, der seine Schwiegermutter „vor eine Diebin“ gescholten und ihr dazu braun blau gekniffen und gestoßen, die Kinder aus den Betten bey den Haaren gezogen und Mutter und Kinder umzubringen gedrohet, dass Beklagter die verübte Frevelthat zu büßen, 3 Tage im Thor mit aufgestreckter Hand und ein Schild auf der Brust und zwar täglich 2 Stunden, sodann 30 Schläge täglich haben und sodann ausserdem 8 Tage auf Wasser und Brot sitzen und die Kosten des Verfahrens erlegen soll.“

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  1. aus: Otto-Erwin Hornsmann, Geschichte und Geschichten der Insel Helgoland, Museum Helgoland, 2006, mit freundlicher Genehmigung des Autors

Für Familienforscher: Totenregister von Helgoland als Download

Kirche St. Nicolai von Helgoland. Grafik: Förderverein Museum Helgoland

243 Seiten unfangreich ist die Abschrift des Totenregisters aus dem Kirchenbuch von Helgoland für den Zeitraum von 1764 bis 1822. Die Abschrift steht ab sofort im Format PDF zum freien Download bereit. Weiterlesen