Feeds
Artikel
Kommentare

Ausbooten vor Helgoland – die Dampferbörte

Von Erich-Nummel Krüss

Ausbooten heute. Foto: Museum Helgoland

Fischerei, Lotserei und Bergung waren in früheren Zeiten die Haupt­erwerbs­quellen auf der Insel Helgoland. Zeitweise be­stand sogar ein gewisser Wohlstand unter den Seeleuten, der zur Zeit der Kontinental­sperre seinen Höhe­punkt erreichte, vor allem durch Einnahmen von Blockadebrechern und vom Schmuggel.

Danach, als es wirtschaftlich bergab ging, versuchte Jacob A. Siemens 1826 das Seebad zu gründen, und es gelang ihm auch nach anfänglichen Schwierigkeiten. Mit der langsamen, aber stetigen Zunahme der Gäste wurde die Frage nach einer ständigen Schiffsverbindung mit dem Festland immer zwingender. Weiterlesen »


Tags: , , , , , ,

Tönnies Daniel Denker (1867-1929)

Serie: Helgoländer Biografien

Tönnies Daniel Denker (1867-1929).
Foto: Museum Helgoland

Daniel Denker wurde am 30. November 1867 auf der Insel als Sohn des Helgoländer Zimmermanns Jasper Paul Denker und Anna Maria Tönnies geboren. Von Jugend an Seemann, bestand er schon sehr jung das Helgoländer Lotsenexamen und wurde bereits 1891 Mitglied der Rettungsboots­besatzung. 1905 wurde er Vormann des Helgoländer Rettungsbootes „Claus Dreyer“. Bis zu seinem Tode hat er diesen Posten wahrgenommen. Während seiner langen Dienstzeit im Rettungswesen erwarb sich Daniel Denker große Anerkennung und viele Auszeichnungen.

Insgesamt rettete er 416 Menschen aus Seenot

Am 8. Dezember 1907 erhielt er die hollän­di­sche Rettungsmedaille für die Rettung der Besatzung der holländi­schen Tjalk „Nieuwe Zorg“. Insgesamt rettete er 416 Menschen aus Seenot. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. verlieh ihm am 25. Sep­tem­ber 1907 das Allgemeine Ehrenzeichen. Er wurde weiterhin mit der Großen Goldenen Prinz-Heinrich-Medaille für besonders mutige Taten im Küsten­rettungs­dienst ausgezeichnet. Während des Ersten Weltkrieges bekam er als erster Helgoländer das Eiserne Kreuz für die Rettung 70 in höchster Lebensgefahr schwebende Soldaten. Weiterlesen »


Tags: , , , ,

Rickmer Jasper Bock

Serie Helgoländer Biografien

Rickmer Jasper Bock wurde am 29.August 1892 auf Helgoland geboren. Sein Vater war Michel Dreyer Bock, seine Mutter Johanna Luise eine geborene Oelrichs – „Kokkens“ war der Spitzname dieser Familie. Er heiratete 1921 die Tochter des legendären Daniel Denker und als sein Schwiegersohn übernahm er 1930 als Vormann das Kommando über das Rettungsboot „Irene“.

Rickmer Jasper Bock. Foto: Museum Helgoland

In seiner über 30-jährigen Tätigkeit im Rettungsdienst konnte er 164 Menschen­leben aus Seenot befreien. Ihm wurde die Prinz-Heinrich-Medaille verliehen, nach­dem er am 13. November 1940 die gesamte Besatzung eines bei Helgoland ge­strandeten Dampfers aus Seenot rettete. Vor der Freigabe Helgolands am 1. März 1952 versah er seinen aufopfernden Dienst von seinem stationären Ankerplatz in der „Hundebalje“ aus, ein kleines Fahrwasser zwischen Neuwerk und Scharhörn. Weiterlesen »


Tags: , ,

Harlich Erich Nickels

Serie: Helgoländer Biografien

Harlich Erich Nickels war der einzige Sohn unter vier Töchtern von Georg Bohn Jacob Nickels und seiner Ehefrau Güntje Catharina, geb. Aeuckens. Geboren wurde er am 21.Dezember 1846 auf Helgoland. Seine zweite, etwas jüngere Schwester Elisabeth ist die Mutter meines Vaters Harlich Erich Krüß, meine Großmutter. Er war der Patenonkel.

S/S “Noordland”, Red Star Line, Antwerp

Wie das Bremer Seeleute Register ausweist, ging er schon mit knapp 15 Jahren zur See auf „Große Fahrt“ und absolvierte seine Fahrtzeit vor dem Mast ausschließlich auf Bremer Kauffahrteischiffen, -Seglern und -Dampfern. Weiterlesen »


Tags: , , ,

Paul Johann Denker

Paul Johann Denker, um 1960

Serie: Helgoländer Biografien

Paul Johann Denker, geboren am 9. März 1912 auf Helgoland, war der jüngste Sohn des verdienten und hoch dekorierten Rettungboots-Vormannes Daniel Denker. Seine Mutter hieß Elisabeth Caroline, eine geborene Pauls.

Paul Denker wandte sich schon in sehr jungen Jahren dem Rettungsdienst zu. So fuhr er schon seit 1926 auf Rettungsbooten zusammen mit dem Ehemann seiner älteren Schwester Marianne, Rickmer Bock, zum Einsatz. 1965 bekam er als stellvertretender Vormann auf dem Seenotrettungkreuzer „Hermann Apelt“ für besondere Verdienste das Bundesverdienstkreuz 1.Klasse. Am 23.Februar 1967 sollte ihm und seiner Besatzung auf dem Seenot­rettungkreuzer „Adolph Bermpohl“ im schwersten Wetter der Rettungsversuch an dem holländischen Trawler „Burgermester van Kampen“ zum tödlichen Verhängnis werden. Weiterlesen »


Tags: , , , ,